Kulturausfahrt nach Wangen/Allgäu

Wangen im Allgäu – für acht Teilnehmer*innen* der Lieblingsplatz des Ersten April. Etwas Mittelalter, ein bisschen Gotik, viel bemaltes Barock, wie am Gasthaus Walfisch, das die Jonasgeschichte zeigt und vor allem die vielen Brunnen, zur Hälfte österlich geschmückt. „Wir waren Wangen“. Unser Stadtführer Jürgen Gruß überraschte uns mit Patrizier-. Handels- und Handwerkerhäusern, der an vielen Stellen noch vorhandenen Stadtmauer, weitläufigen Plätzen und Kulinarischem, das die ehemals Freie und Reichsstadt bietet. Im Besonderen gefielen uns Wanderzeichenfüchsen die vielen Ausleger: An den Fassaden sahen wir verschiedene, reich verzierte “Nasenschilder”, die dem Besucher etwas über die ursprüngliche Verwendung des Hauses oder ihre Bewohner verraten. Oft von Schmieden mit erheblichem kunsthandwerklichem Aufwand wie Blätterkränzen aus Eisen hergestellt.

Um 07.56 Uhr fuhr der Regionalexpress nach Ravensburg. Von dort aus ging es mit einem Schnellbus ins Allgäuer Hügelland. Und pünktlich um 19.04 Uhr waren wir wieder in Plochingen.

Die 1589 errichtete Badstube ist wohl die älteste, erhaltene in Deutschland. Der Gebirgsfluss Argen durchfließt Wangen – und schafft wahre Oasen. Begleitet von der Stadtgeschichte und Anekdoten blendeten wir Stress und Alltag aus. Das Wetter wandelte sich im Laufe des Tages von einem schneeüberzogenen Morgenmantel in eine Frühlingsjacke. Den reinrassigen “sechs verdruckten Allgäuern”, machten wir kurz vor Verlassen der Stadt unsere Aufwartung, die hier zu sehen sind. Ganz unten liegt ein Geistlicher, darüber sind Figuren wie der Leisetreter oder der Kartenspieler.

Hier gewesen, sprachen wir uns dazu aus „In Wangen bleibt man hangen…“ Neben dem Mittagessen in einem Traditionslokal am Eselsberg ergab sich auch die Lust auf eine knusprige Seele, die in dieser Stadt „erfunden“ wurde oder ein Laugenhörnle. Unter einer Seele versteht man ein schmales, circa ellenlanges Gebäck, das mit Salz und Kümmel gewürzt ist.

Bericht: Jürgen Gruß
Bild: Brigitte Huber