Kulturfahrt nach Freudenstadt am 11. September 2026 mit Jürgen Gruß

15 Teilnehmer*innen*, bei schönstem Spätsommerwetter

1599 hatte Herzog Friedrich I. von Württemberg die Vision eine neue Residenzstadt inmittendes Schwarzwalds zu gründen um diesen dünnbesiedelten Teil seines Herrschaftsgebiets aufzuwerten.

Er beauftragte damit seinen Baumeister Heinrich Schickhardt.
Dieser orientierte sich beim Grundriss an einem Mühlebrettspiel, in dessen Zentrum ein mächtiges Residenzschloss entstehen sollte.

Durch alte Gassen mit noch schindelverkleideten Fassaden führte uns Jürgen vom Bahnhof bis zur evangelischen Stadtkirche mit ihrer nahezu einzigartigen Winkelhakenform und weiteren herausragenden Kunstwerken, so z.B. das denkmalgeschützte Lesepult, einem Taufstein aus der Zeit um 1100.

Sie liegt in der südlichen Ecke des fast quadratischen
Marktplatzes. In der Kirche bekamen wir noch ein kleines Privatkonzert.
Nach der Besichtigung machten wir uns über den Marktplatz auf den Weg zum Freudenstädter Brauhaus, dem Turm-Bräu zum Mittagessen.
Der Gastraum erinnert an eine Alm oder Skihütte, sehr rustikal aber schön.
Nach dem Mittagessen umrundeten wir den Marktplatz mit seinen 50 beleuchteten Wasserfontänen und den Arkaden mit vielen kleinen Läden.
Wir sahen den Rathausturm mit dem Stadtmuseum sowie die Freudenstädter Venus, eine Bronzefigur, die an den Wiederaufbau von Freudenstadt erinnert.

Noch eine Kaffeepause, nach der wir uns auf den Weg zum Bahnhof machten. Leider war dann die Rückfahrt ab Stuttgart in einem total überfüllten Zugwaggon wieder rasch auf den Boden der Tatsachen, sodass alle froh waren, aussteigen zu können.

Nochmal herzlichen Dank an Jürgen für die interessante und lehrreiche Führung.

Fotos Rainer Hauenschild/Text D. Tosic