Kulturausfahrt nach Ulm

Um 07:40 Uhr trafen sich am vergangenen Mittwoch, den 11. Juni 2025, zehn Teilnehmer*innen* am Bahnhof Plochingen zur Bahnfahrt nach Ulm unter Regie von Rainer Hauenschild und Jürgen Gruß.

Zunächst schauten wir in die ursprünglich im 13. Jahrhundert erbaute Wengenkirche. Nachdem die meisten Bewohner der Stadt Ulm während der Reformation den protestantischen Glauben angenommen hatte, wurden die Augustinermönche damit beauftragt, die wenigen noch übrig gebliebenen Katholiken der Stadt zu betreuen.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Ulm vielfach von den alliierten Mächten vernichtend bombardiert. Das Stadtbild wurde dadurch größtenteils zerstört. Auch die Wengenkirche blieb nicht verschont und fiel im Dezember 1944 einem Bombenangriff zum Opfer. In der Nachkriegszeit wurde die Kirche dann wieder aufgebaut und erweitert. Erhalten blieb der gotische Westgiebel mit dem Grundsteinlegungsrelief.

„Brotlose Kunst“ nahmen wir nicht hin. Das Museum Brot und Kunst – Forum Welternährung im historischen Salzstadel in Ulm ist ein Fachmuseum, das die kulturhistorische Sammlung „Vom Korn zum Brot“, aus der über 8.000-jährigen Geschichte und Entwicklung darstellt.

Die Ausstellung gliedert sich in zwei Teile. Auf der einen Seite steht die Kunstsammlung mit Malereien aus dem 15. – 21. Jahrhundert, von Pechstein bis Picasso. Auf der anderen Seite stehen 19 Themen, die von sozial-, kultur-, und technisch geschichtlichen Zusammenhängen rund um Landwirtschaft, Ernährung und Brot erzählen. In beiden Teilen geht es darum, die Welt um uns zu verstehen und zu deuten.

Tolle Atmosphäre im Herrenkeller, einem rustikalen Restaurant mit sehr netter Bedienung und leckerem Essen. Mittagstisch mit warmen Wunderfitzla, Salaten, „gescheitem“ oder „alkoholfreien“ Bier rundeten die Vormittagseindrücke ab.

In einer einstündigen kleinschrittigen Führung, dem stimmungsvollen Inneren und den zahlreichen Kunstschätzen, zeigte uns Jürgen die faszinierende Geschichte, erstaunlichen Fakten und atemberaubende Ansichten des Münsters, dieser architektonischen Ikone der Stadt. Der Bau begann 1377 und wurde erst 1890 nach mehreren Bauphasen vollendet.

Die kunstvoll geschnitzten Chorgestühle sind derzeit infolge Baumaßnahmen nicht zu besichtigen. Dafür ergaben die mittelalterlichen und modernen Glasfenster, das älteste aus dem Jahr 1385, ein Kirchen- und inneres Leuchten in uns. Die letzten Blicke fielen auf die Statue des Werk- und Baumeisters Ulrich von Ensingen, das großes Fresko des Jüngsten Gerichts über dem Chorbogen und die berühmte Walcker-Orgel von 1856.

Die Eindrücke austauschend, ausgleichend, fuhren wir, um 18.00 Uhr zurückkehrend, über die Höhen der Schwäbischen Alb zurück.

Bericht: Jürgen Gruß, Fotos: Rainer Hauenschild                          12.06.2025

Tagesausflug zum Maimarkt Lonsee

Am 1. Mai 2025 machten wir, die Ortsgruppe des Schwäbischer Albverein Plochingen, einen Tagesausflug zum Maimarkt nach Lonsee. Bei strahlendem Sonnenschein startete der MEX 16 mit uns durch das schöne Filstal direkt zum Ausgangspunkt Urspring.  Ab dem wenig bekannten Lonetopf machten wir uns dann auf den Weg entlang der Lone zum Lonesee. Wir erkundigten den Lonesee mit seinen prächtigen Figuren und genossen dabei die Stille. Im Anschluss besuchten wir noch den historischen Maimarkt in Lonsee. Hier hatte jeder die Möglichkeit selber den Maimarkt zu erkunden bevor die Fahrt mit dem MEX16 zurück nach Plochingen ging.

Rundum ein sehr schöner Tagesausflug.

Kurze Information zum Lonetopf und der  Lone
Die Lone entspringt auf etwa 562 m ü. NHN einem Quelltopf in Urspring, einem Teilort der Gemeinde Lonsee.  Der Quelltopf ist 6 m tief und hat einen Durchmesser von 10 m. Diese Karstquelle schüttet durchschnittlich 220 Liter pro Sekunde (min. 4 l/s, max. 1840 l/s).  Nach rund 38 km mündet die Lone letztendlich in der Hürbe zwischen Hürben und Burgberg.

Info zum Lonesee
Der Lonesee  wurde  erst im Jahr 1978 angelegt und im Laufe der Jahre hat sich eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt am Lonesee etabliert. Hier gibt es einen Wasser- und Abenteuerspielplatz, einige Spiel- und Erlebnisstationen, einen Erlebnispfad mit Informationstafeln, sowie einen Sitz- und Picknickbereich.

 

 

Bericht und Fotos: Rainer Hauenschild

Kulturausfahrt nach Biberach

Die Kulturausfahrt am 16. April 2025 erfolgte nach Biberach, wo wir uns dann auf „Wielands Spuren“ machten.

Die An- und Abreise nach Biberach erfolgte mit dem RE5 ab Plochingen.
In Biberach übernahm dann Jürgen Gruß (Gaufachwart für Kultur – Heimat und Brauchtum) die Stadtführung.

Die Tour erfolgte zunächst durch die Gerbergasse. In der Gerbergasse 4 befindet sich ein vermutlich 16. Jahrhundert stammendes Haus, das zu den kleinsten der Biberacher Altstadt gehört.

Die Tour ging weiter unterhalb des Gigelturm, Hochwart und Weißer Turm. Der Weiße Turm wurde im Jahr 1484 nach achtjähriger Bauzeit als typischer Wach- und Wehrturm vollendet und mit bis zu 2,80 Meter dicken Mauern versehen. Der Weiße Turm ist 41 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 10 Metern. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden in den Turm Gefängniszellen eingebaut, damit auch der Weiße Turm als Gefängnis für Mitglieder der Bande des Schwarzen Veri dienen konnte.

Im Wielandpark gab es dann zahlreiche Informationen über den bekannten Christoph Martin Wieland. Christoph Martin Wieland wurde am 05.September 1733 in Oberholzheim bei Biberach an der Riß geboren und verstarb am 20.Januar 1813 in Weimar.
Der Wielandpark selber wurde 1999 als Bürgerpark eingeweiht und 2004 im Rahmen des Literaturwochenendes „Christoph Martin Wieland – ein Mensch des Rokoko“ in „Wielandpark“ umbenannt.

Im Anschluss führte uns Jürgen noch auf den Marktplatz zu seinem bekannten Esel.

Die Einkehr erfolgte im Stadt Cafe. Bei Wurstsalat und Co gab es tolle Gespräche bevor die Führung durch die Stadtpfarrkirche St.Martinus und Maria erfolgte.

Wir die Ortsgruppe des Schwäbsicher Albverein Plochingen bedanken uns bei Jürgen Gruß für die hervorragende Ausarbeitung der Führung durch und rund um Biberach.

Bericht und Fotos: Rainer Hauenschild

Wanderung zur Wintersonnwende

Acht Wanderinnen und Wanderer der Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Plochingen machten sich am 21.Dezember 2024 auf den Weg zur Wintersonnwende Wanderung durch den wunderschönen Schurwald.

Gestartet am Aussichtsturm bei einem trockenen Wetter von 6°C ging es los auf den Rundweg der OG Plochingen durch den schönen Schurwald. Während der Tour gab es unter den Wanderern natürlich sehr viel zu erzählen und berichten.

Nach der Rückkehr am Turm gab es im Turmzimmer ein herzhaftes Vesper serviert von Werner Sulimma. Während gevespert wurde kam die Wanderung auf einmal in den Hintergrund  und es wurde geschwärmt über das  absolut leckere Tiroler Brot.

Ein einfaches herzhaftes Vesper aus zwei Scheiben frischer und einer gerauchten Schinkenwurst mit Essiggurke und Brot mit einem Spritzer Senf kann den Wandergaumen sehr erfreuen. Stärke der Wurstscheiben ca. 1cm.

Zum Vesper selber gestellten sich von weitere vier Mitglieder der OG Plochingen dazu somit waren wir 12 Teilnehmer*innen des Wanderevents.

Die nächste Wanderung zur Wintersonnwende findet statt am 20. Dezember 2025.

Info zum Verlauf des Rundweg 02:
Aussichtsturm-Waldfriedhof-Wanderweg blaues Kreuz-Stellebrunnenweg, Oberer Balkeshauweg bis zum Waldparkplatz -Gaierleshauweg Querung der Landstraße 1201-Arbeitsdienstweg-Wasserbehälter-Bühleiche-Bühleichenweg-Teckplatz-Aussichtsturm.

 

 

Bericht und Bilder: Rainer Hauenschild

Zu Besuch beim Vereinsbesen in Wernau

Die Ortsgruppe Plochingen ließ es sich natürlich nicht entgehen den Vereinsbesen des Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Wernau am Samstag, den 16. November 2024 zu besuchen.

Somit machte sich die eine Gruppe auf den Weg zu Fuß von Plochingen durch das Naherholungsbegiet Bruckenwasen entlang des Neckars nach Wernau und die anderen fuhren klimaneutral mit der S- Bahn nach Wernau.

Bei Griebenwürstle, Blutwürstle, Kraut, Kassler und Brot genossen die Plochinger ein paar schöne Stunden mit tollen Gesprächen bevor es dann wieder mit der S-Bahn zurück nach Plochingen ging.

 

 

Bericht und Bilder: Rainer Hauenschild

Tageswanderung in Stuttgart vom Max-Eyth-See zum Bismarckturm

Zwölf Wanderer ( Männer und Frauen) sind am 13. Oktober der Einladung von Helga und Reinhard Pflüger gefolgt und sind von Plochingen mit Zug und U-Bahn nach Stuttgart zum Max- Eyth- See gefahren.
Vorbei am herbstlichen See überquerten wir auf einer imposanten Hängebrücke den Neckar und stiegen auf den Schnarrenberg. Ab dort bot die ganze Strecke herrliche Ausblicke ins Neckar- und Remstal. Von den Aussichtstürmen am Burgholzhof und später vom Bismarckturm gab es Fernsicht nach allen Richtungen auch weit ins Unterland, neckarabwärts.
Zum Mittagessen trafen wir im Naturfreundehaus Steinbergle ein, wo wir gut versorgt und bewirtet wurden. Das Wetter wurde klarer und sonniger, und wir liefen weiter auf der Höhe zum Bismarckturm, von wo man den Stuttgarter Talkessel mit (fast) allen markanten Gebäuden und die Halbhöhen und Höhen sehen kann. Ausblick nach Norden bis Ludwigsburg und weiter.
Nach einer Strecke von gut 10 km stiegen wir um halb drei beim Kräherwald in den Bus.
In Plochingen kamen alle zufrieden an und freuten sich über den schönen Tag mit dem Schwäbischen Albverein.

 

Bericht und Bilder: Reinhard Pflüger

Wir wandern in den Herbst hinein

Zunächst ein herzliches Willkommen an unsere Wandergäste Hend und Beate.

Vor dem eigentlichen Start gab es eine Begrüßung durch Rainer Hauenschild und Infos zum Neckarweg.

Um 9.15 Uhr starteten wir am Samstag 05. Oktober 2024 unsere Wanderung in den Herbst hinein.  Die Tour führte ab dem Aussichtsturm über die Plochinger Ebene vorbei an der Friedenseiche und dem Keltischen Hügelgrab, sowie der Keltischen Viereckschanze direkt zur Waldgaststätte Dulkhäusle am Segelflugplatz.

Nach einer herzhaften Stärkung und tollen Gesprächen (mit Hend auf English) ging die Tour zurück zum Ausgangspunkt über den Esslinger Höhenweg der eine grandiose Aussicht bot auf die Schwäbische Alb und in das Neckartal. Auf dem Abschnitt des Esslinger Höhenweg hat uns kurzzeitig eine Regenwolke erwischt.
Um ca. 15:30 Uhr kamen wir zurück zum Ausgangspunkt.

Mit Hend und Beate hatten wir zwei sehr nette Wandergäste gefunden und freuen uns schon auf weitere gemeinsame Wanderungen.

Neckarweg
Der Neckarweg mit seinen rund 445 km wovon rund 40km durch den Landkreis Esslingen führen ist ein Weitwander- und Themenweg des Schwäbischen Albvereins und des Odenwaldklubs, der dem Verlauf des Neckars folgt. Dieser entspringt im Schwenninger Moos und fließt durch eine vielseitige und abwechslungsreiche Landschaft vorbei an Tübingen, Bad Cannstatt, Heilbronn und Heidelberg bevor er in Mannheim in den Rhein mündet.

Weitere Infos zum Neckarweg unter: https://wege.albverein.net/wanderwege/themenwege/neckarweg/

 

 

Bericht: Rainer Hauenschild
Fotos: Hend Khechine, Beate Kreutzberger, Rainer Hauenschild

Felsengartenfahrt nach Besigheim

Rauf aufs Schiff, nachdem Doris Tosic die Anmeldungen zuvor entgegen nahm. Am Sonntag, 15. September 2024 stiegen 16 Süßwassermatrosen auf die MS Wilhelma zur zweistündigen Felsengartenfahrt von Benningen nach Besigheim. Wir arrangierten uns mit den rund 250 weiteren Gästen mal auf dem Oberdeck, mal innen sitzend. Trubel ist schön und gut, aber das Schöne am Ausflug war die Freiheit. Das Wetter bei dieser Entdeckungsfahrt  auf einem der schönsten Abschnitte auf dem Neckar – wegen der Natur, der Weinberge und wegen der alten Städtchen war pfundig. Mit Haltestellen in Kleiningersheim, Mundelsheim,  Hessigheim, den Felsengärten, sowie Schleusendurchfahrten in Pleidelsheim – übrigens einziger Ort ohne Weinbau und Hessigheim. An den vielen Steillagen entlanggleitend oder auf die ockerfarbenen Felsengärten blickend. Mit winkenden Menschen / Sonne glitzert in Wasser / Frauen lehnen an der Reling / Schwenk von Himmel auf nur wenig bewegte Wasser. Der Kapitän versuchte zeitweise einen Scherz über Bord zu werfen.

Kurz vor Eins gehen wir über den nicht allzu breiten Landungssteg von Deck. Frauen und Männer in Grüppchen streben dem Städtchen Besigheim auf dem Bergrücken zu. Die Häuser und Türme in der Altstadt warten. Uns ist zunächst nach Einkehr im Hirsch mit gutbürgerlicher Küche mit Vollgas, Leib und Seele zu Mute.

Das Städtchen mit seinen etwa 13.000 Einwohnerinnen und Einwohnern hat seinen Charme. Gestartet haben wir die Entdeckungsreise durch die mittelalterliche Stadt unter Leitung unseres erfahrenen, detailverliebten Begleiters Jürgen Gruß in der Kirchstraße mit ihren rund 400 Jahren Fachwerkhäusern. Durch die Stadtschreibergasse zum imposanten Rathaus. Ursprünglich war das Gebäude, das 1459 erbaut wurde, ein Kaufhaus. Das Erdgeschoss wurde als Markthalle genutzt. Im ersten Stock befand sich der sogenannte Tanzboden, was in seiner Funktion mit heutigen Festhallen zu vergleichen wäre. Im zweiten Stock war die Gerichtsbarkeit angesiedelt. Bemalte Stein- und Holzwände sowie Stuckdecken aus dem Barock sind eindrucksvolle Zeugen vieler Epochen. Daneben als begleitendes Accessoire das Drei-Giebel-Haus am Marktplatz

Besigheim gehörte bis zum Jahr 1595 zum badischen Herrschaftsgebiet, dieses dokumentiert der Marktbrunnen in „versteckter“ Weise. Dort auf hohem Podest steht ein Landsknecht mit einem Schild an seiner Seite, dieses zeigt das badische Wappen.

In der ab 1383 erbauten Stadtkirche überraschte uns Jürgen mit einem 13 Meter hohen Lindenholzaltar, der um 1520 von Christoph von Urach in Anlehnung an die Meister vom Oberrhein  geschaffen wurde. Dahinter Gebäude der Oberen Burg aus dem 13. Jhdt.

Die beste Weißwurst Europas kommt nicht aus Bayern, sondern aus Besigheim! Bei einem Wettbewerb mit mehr als 500 Teilnehmern hat die Besigheimer Metzgerei im Jahr 2007 gewonnen.

Zurück fuhren wir mit dem Regionalexpress über Ludwigsburg und Esslingen.
Lebewohl, du schönstes deutsche Weindorf!

Jürgen Gruß  / 18. September 2024