Ausflug nach Schwetzingen und in den Schwetzinger Schlosspark am 18. Juni 2017

Treffen am Bahnsteig im Plochinger Bahnhof. 20 Teilnehmer(innen)- vier Fahrkarten. Schnell noch eine Kurzbesprechung und schon ging es los. Ohne Hindernisse. Das Wetter! Ein Traum! In erster Linie verbanden wir den Ausflug mit einem Spargelessen, denn Schwetzingen und Umgebung ist das Mekka für Spargelfans.

Der Bahnhof Schwetzingen ist ein Durchgangsbahnhof unweit der Schwetzinger Stadtmitte. Angekommen führte uns Wanderführer und Organisator Jürgen Gruß, unser Heimatkundeexperte, zunächst die Geschichtsdaten auf dem durch eine beschilderte Allee gestalteten Zeitstrahl vor Augen.
Nach einer kurzweiligen Bilderfolge gingen wir weiter in Richtung Schlossplatz und Fußgängerzone, die Mannheimer Straße.
Vereinzelte historische Einzelhäuser unterbrachen das überwiegend moderne Stadtbild. Neben Bertha Benz  – auf den Spuren der ersten Fernfahrt der Welt mit einem Automobil war Karl Freiherr von Drais eng mit Schwetzingen verbunden. Am 12. Juni 1817 unternahm er die erste Fahrt mit seiner Laufmaschine, der so genannten Draisine von Mannheim hierher.
Danach schauten wir durch einen kleinen Briefschlitz einer Hofeinfahrt auf ein Privatgemälde, aufgebracht auf einer Mauer an der Innenfassade. Für den Betrachter entsteht der Eindruck eines „kleinen, hell erleuchteten Paradieses“ am Horizont.

Die katholische Kirche St. Pankratius wurde in ihrer heutigen, barocken Form im 18. Jahrhundert errichtet und geht auf ein älteres Kirchenbauwerk zurück. Als im frühen 18. Jahrhundert das Schwetzinger Schloss ausgebaut wurde und der Ort anwuchs, erwies sich die in desolatem Zustand befindliche alte Kirche als zu klein für die wachsende Gemeinde. Der kurfürstliche Hofbaumeister Sigismund Zeller erhielt daher 1736 den Auftrag zum Neubau 1755 wurde nach Plänen des Hofbaumeisters Franz Wilhelm Rabaliatti ein neuer Turm an der Ostseite der Kirche errichtet.

In einer kleinen Laubengasse, als alle eifrig fotografiert hatten, machte Jürgen Gruß auf Carl Theodor, Kurfürst von der Pfalz und seine enorme Bedeutung für die kulturelle, ökonomische und infrastrukturelle Entwicklung der Kurpfalz in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufmerksam. Vor dem Schloss steht seit einem Jahr das Kunstwerk „Glücksschwein“ des Künstlers Peter Lenk (Bodensee), das den Monarchen mit einer seinen Mätressen auf ihm reitend übermittelt.

Am Schwetzinger Schloss im Küchengarten wurde in der Kurpfalz erstmals 1658 mit dem weißen Gold experimentiert – eine fürstliche Umgebung für ein königliches Gemüse! Heute baut jeder, der ein Stück vom fruchtbaren Land um Schwetzingen herum besitzt, Spargel an. Jeden Frühling sieht man sie schon in den frühsten Morgenstunden stechen. Königlich sei das Gemüse, so witzeln sie, weil man sich vor jedem einzelnen Spargel verbeugen muss. Und nach knapp zwei Stunde ließen wir uns in der Gaststätte zum „Blauen Loch“ auf den Genuss ein. Das Blaue Loch bietet mehrere Räume, die vor allem von größeren Gruppen genutzt werden können. Die Atmosphäre ist urig bis nostalgisch.

Dann ging es zum Schloss, wo wir die Eintrittskarten lösten um dann voller Erwartung durch den Torbogen in den Schlosspark zu gelangen. Schon von außen macht das Schloss einen imposanten Eindruck. Es wurde vor nicht allzu langer Zeit aufwendig renoviert.

Vorbei an den vielen Wasserspielen und den imposanten wassersspeienden Figuren ging es zuerst einmal in Nähe der Orangerie. Weiter zum Apollo-Tempel mit seinem treppenartigen Wasserlauf und der schönen Kuppel.

Danach ging es weiter zum Badehaus, wo wir die prunkvolle Bademöglichkeit des Fürsten bewundern konnten. Das war alles andere als eine normale Badewanne; es ist ein kleines Marmorbecken zu dem eine Marmortreppe hinunterführt. Leider war es im Inneren des Badehauses verboten zu fotografieren, deshalb hier auch keine Bilder.

Weiter in an kleinen Springbrunnenanlagen – das Wasser kam hier aus wasserspeienden Figuren von oben und landete in einem Bogen in der Mitte der Anlage- in die schattigsten Bereiche des Parks, denn golden glänzte die Sonne unermüdlich.

Wir schauten uns in der Nähe der türkischen Moschee und um den Tempel der Minerva um. Minerva – das römische Pendant zur griechischen Weisheitsgöttin Pallas Athene – ist der um 1773 fertiggestellten Tempel gewidmet. Die Statue des italienisch-belgischen Bildhauers Gabriel Grupello (1644 – 1730) war ursprünglich von Düsseldorf nach Schwetzingen gebracht worden.

Vor dem Schloss und dem Park angelangt, beschlossen wir, uns nach diesem „Fußmarsch“ zu in einem angemeldeten Café vor der Heimfahrt zu stärken.

Und diese Stärkung hatte sich bezahlt gemacht. Wegen eines Stellwerkschadens bei der Bahn in Karlsruhe waren Nah- und Fernverkehr ab Waghäusel beeinträchtigt. Da es sich um eine längerfristige Zwangspause handeln musste, lotste uns unser Begleiter, nachdem Planungen mit dem ICE von Mannem nach Schduagert zu gelangen, wegen deren Verspätungen ins Wasser fielen, über das schöne Neckartal Heidelberg, Bad Rappenau Heilbronn zurück. Zwei Stunden „Verlängerung“, die wir alle mit dem nötigen Landschaftsgenuss in einen der längsten Abende des Jahres verbanden.

Diesen Tag haben alle sehr genossen und es war einmal eine schöne Abwechslung. Herzlichen Dank auch an Maximilian Linderer für das interne Management und die Mitvorbereitungen.

Jürgen Gruß  Gaufachwart für Heimat und Brauchtum

Anbei einige Eindrücke (alle Bilder von Horst Branke):

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Tageswanderung nach Owen über den Waldlehrweg zu den Bürgerseen Kirchheim am 11. Juni 2017

Bei traumhaftem und hochsommerlichem Wetter trafen sich 21 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde am Plochinger Bahnhof.
Von Owen/Teck wanderten wir über Streuobstwiesen zum Waldlehrweg. Dort gaben verschiedene Schautafeln Informationen zu unseren wichtigsten und häufigsten Laub- und Nadelbäumen, ebenso zu Wildtieren und Insekten des Waldes.
Der weitere Weg führte zum Aussichtspunkt Käppele mit schöner Sicht zur Burg Teck und zu den 3-Kaiser-Bergen.
Das letzte Wegstück führte dann durch den Talwald zu den Bürgerseen, wo wir uns beim Kiosk stärken und erholen konnten.
Danach gings zur nahen Bushaltestelle, um über Kirchheim zurück nach Plochingen zu fahren.

Dank an die beiden Wanderführer Helga und Reinhard Pflüger

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Familienaktion – „Ostermontag und der Osterhase“

Hurra, der Osterhase war da!

Am Ostermontag traf sich die Familiengruppe bereits vormittags am Albverein-Turm.
Die Kinder waren ganz aufgeregt, fanden sich doch eindeutige Spuren vom Osterhasen. Doch wo ist er lang gehoppelt und hat er für uns auch ein paar Eier versteckt?
Wir folgten gutgelaunt seinen Spuren, die uns in den Wald führten. An der großen Bühleiche hörten wir etwas verdächtiges im Unterholz rascheln. Ist das etwa der Osterhase? Langsam und leise schlichen wir uns an und schauten nach. Da saß er, mit graukarrierter Jacke, der Thomas. Leider nicht der Osterhase, der war schon weiter gehoppelt, hat aber für jedes Kind ein Ostergeschenk versteckt. Begeistert machten sich die Kinder auf, ihr Geschenk zu suchen. Wo könnte es sein? An der Wurzel dort hinten oder in dem Baumstumpf hier vorne? Nach kurzer Zeit hatte jedes Kind seine Becherlupe mit Osterhase und Schokoeiern gefüllt gefunden. Die Freude war rießengroß, denn so eine Becherlupe ist ein guter Begleiter bei unseren zukünftigen Ausflügen.
Vielen Dank lieber Osterhase!

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Gesundheitswandern – Wandern mit Kindern leicht gemacht!

Unser Ausflug am 19.03.2017 führte uns zur Burg Teck. Los ging es am Parkplatz „Hörnle“ mit unserer Gesundheitswanderung speziell für Kinder. Gesundheitswandern heißt wandern mit Übungen, Spielen und ganz viel Spaß!

Auf der Wiese oberhalb des Parkplatzes wartete die erste Aufgabe auf uns: gemeinsam unter einem schwingenden Seil hindurch laufen. Das war gar nicht so einfach. Danach ging es hüpfend wie die Frösche, galoppierend wie die Pferde und fliegend wie die Adler den Berg hinauf. Immer wieder warteten neue Aufgaben auf uns: Wer findet seinen Baum, den er vorher „blind“ umarmt hatte? Wer kann sich leise anschleichen ohne gehört zu werden? Gut gelaunt und stolz (alle Aufgaben hatten wir erfüllt) kamen wir oben auf der Burg an. Nach einer kurzen Pause ging es über die Sybillenhöhle, in der wir uns als Höhlenforscher ausprobierten und ganz bis ins letzte Ecke krochen, zurück zum Parkplatz.

Gesundes Wandern macht richtig viel Spaß!

Anbei ein kleiner Rückblick in Bildern:

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Familienaktion „Urzeitforscher“ am 19.02.2017

Früher war alles besser ….

…dachte sich die Familiengruppe und unternahm am 19. Februar einen Ausflug ins Urgeschichtliche Museum (Urmu) Blaubeuren.

Als erstes bekamen wir eine Führung durch das Museum. Dort erhielten wir einen Eindruck über die wichtigsten altsteinzeitlichen Funde, die auf die Lebensweise der Neandertaler und des frühen modernen Menschen schließen lassen.

Wir lernten verschiedenen Werkzeuge und Techniken kennen, mit denen die Menschen vor über 40 000 Jahren gearbeitet haben. Außerdem gab es noch Schmuck und Kunstobjekte, wie z. B. Tier- und Menschenfiguren aus Elfenbein zu sehen. Auch Musik gab es schon in der Eiszeit, so konnten wir eine Flöte aus Knochen und Schwirrhölzer ansehen und hören.

Wir erlebten was es heißt eine Familie bzw. Gruppe in dieser Zeit gewesen zu sein.

Nach der Führung durften wir selbst in die Eiszeit eintauchen und mit den „alten“ Werkzeugen einen Beutel mit Schnur basteln. Gar nicht so einfach mit einem Stein einen Kreis aus Leder auszuschneiden, Löcher anzuzeichnen und mit einem kleinen Geweihstück durchzustechen. Die Schnur wurde aus Bast gedreht. Schmücken konnte man seinen Beutel noch mit Muscheln, in die mit Sandstein ein Loch gerieben wurde (Achtung: wird heiß!!!).

So einen Beutel zu fertigen ist ganz schön anstrengend und zeitaufwändig, aber am Schluss konnte jeder einen mit nach Hause nehmen. Der Ausflug hat sowohl den Kleinen als auch den Großen sehr viel Spaß gemacht und wir hatten großen Respekt vor dem Leben der Eiszeitmenschen.

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Mitgliederversammlung am 10. Februar 2017

Am 10. Februar fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Ortsgruppe im Turmzimmer des Jubiläumsturms statt (Tagesordnung siehe unten). Unter den anwesenden Mitgliedern konnte auch Präsident Dr. Rauchfuß begrüßt werden.

Vor dem Bericht der Sprecherin des Vorstandsteams gedachten die Anwesenden der im Jahr 2016 verstorbenen Mitglieder. Es folgten die Berichte von Kassier und den Kassenprüfern sowie die Entlastung des gesamten Vorstands.

Anschließend gaben die einzelnen Fachwarte ihre Berichte ab. Bei der alljährlich von der Stadt durchgeführten Gemarkungsputzete – 2017 am Samstag 18. März – tritt regelmäßig auch der Schwäbische Albverein mit einem Team an, das sich über eine Verstärkung durch Mit- und Nichtmitglieder selbstverständlich freuen würde. Dasselbe gilt für die Singgruppe, die sich alle 14 Tage montags um 19.30 Uhr im Jubiläumsturm trifft; hervorzuheben bei deren Aktivitäten ist die enge Zusammenarbeit mit der Singgruppe aus Baltmannsweiler. In den letzten Jahren hat auch unsere Familiengruppe mit kräftiger Unterstützung des Hauptvereins erfreulichen Aufschwung genommen; in der Regel an jedem dritten Wochenende eines Monats finden die verschiedensten Aktivitäten statt, zu denen in den Plochinger Nachrichten eingeladen wird.

In diesem Jahr standen die alle zwei Jahre stattfindenden Neuwahlen des Vorstands im Mittelpunkt der Versammlung. Satzungsgemäß hatte der erweiterte Vorstand im Januar bereits die verschiedenen Fachwarte gewählt. In ihren Ämtern waren dabei bestätigt worden:

Helga Marx-Pflüger für Naturschutz, Wolfgang Bihl für den Turm, Thomas Rauchfuß für Familie, Sieglinde Waldinger für die Singgruppe und Dieter Weiß für Internet. Erfreulicherweise fanden sich in Jürgen Eckert für den ausscheidenden Horst Branke als Fachwart für Wege und für das neue Amt für Öffentlichkeitsarbeit Maria Rauchfuß bereit. Für das Amt des Fachwarts Wandern konnten wir leider keinen neuen Bewerber finden, nachdem Eugen Casonati leider nicht mehr kandidierte.

Für das vor zwei Jahren erstmals gewählte Vorstandsteam wurden die bisherige Sprecherin Doris Tosic sowie Max Linderer und Wolfgang Bihl wiedergewählt. Karl Wörner ist leider aus dem Team ausgeschieden. Als Kassier wurde Günter Reichart bestätigt. Für den nicht mehr kandidierenden Rainer Kurz fand sich erfreulicherweise in Elke Becker eine Nachfolgerin für das Amt der Schriftführerin. Als Rechnungsprüfer wurden Friedrich Hiesinger und Günter Schlienz wiedergewählt. Als Beisitzer wurden wieder Wolfgang Wagner und neu Nadine Seemann gewählt.

Zum Abschluss der Versammlung dankte die Sprecherin Doris Tosic im Namen der Ortsgruppe den vier aus dem Ausschuss ausscheidenden Mitgliedern Karl Wörner, Eugen Casonati, Rainer Kurz und Horst Branke für ihre geleistete Tätigkeit und überreichte jedem ein kleines Geschenk.

—————– Tagesordnung Mitgliederversammlung 2017 —————–
1. Begrüßung
2. Verlesung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung durch den Schriftführer
3. Bericht der Vorstandssprecherin Doris Tosic
4. Bericht des Kassiers
5. Bericht der Kassenprüfer
6. Aussprache und Entlastung von Kassier und des Vorstandteams
7. Berichte der Fachwarte (Wandern, Naturschutz, Wege, Singgruppe, Turm, Familie)
8. Wahl von Vorstandsteam, erweitertem Vorstandsteam (Rechner, Schriftführer), Rechnungsprüfer, Beisitzer
9. Aussprache
10. Verschiedenes

Familienaktion „Ri-Ra-Rutsch“ am 22.01.2017

Mit strahlendem Sonnenschein ging es los zur Eisbahn. Obwohl es ziemlich voll war, fanden wir noch unsere Plätzchen. Schnell die Schlittschuhe angezogen und dann ging´s ab aufs Eis:

Für manche, egal ob Groß oder Klein, waren es die ersten Schritte auf dem Glatten, für andere das erste Mal seit laaaaanger Zeit und bei manchen steckte da schon mehr Routine dahinter.

So drehten wir unsere Runden, der eine schneller, der andere langsamer, schoben und zogen uns gegenseitig weiter, klatschen uns gegenseitig ab oder klatschten auch mal aufs Eis (keine Angst, es ist nichts passiert).

In den Pausen waren wir gut versorgt mit heiß dampfenden Bechern Tee.

Die Abschlussmeinung war einstimmig: „Das war eine tolle Idee!“

Müde, aber glücklich ging es dann wieder nach Hause.

Wie viel Spaß wir hatten, lässt sich gut auf den Bildern erkennen:

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Wanderung zur Wurmlinger Kapelle am 6. November 2016

Mit den beiden Wanderführern, Helga und Reinhard Pflüger, starten wir am Plochinger Bahnhof und fuhren mit Zug und Bus nach Tübingen.
Dort begann unsere Wanderung. Wir überquerten unterhalb der Altstadt den Neckar und stiegen über die Schlossstaffel hinauf zum Spitzberg (135 Höhenmeter), wo sich immer wieder weite Blicke auf Alb und Schönbuch auftaten.
Der Baden-Württemberg- und der Pilgerweg führte über den Höhenrücken zur bekannten, weithin sichtbaren Landmarke „Wurmlinger Kapelle“, wo wir eine Führung zu Geschichte, Gebäude und Kunst bekamen.
Danach stiegen wir hinab nach Unterjesingen zur Mittagseinkehr in der Sportgaststätte „Ristorante Da Roberto“.
Nach dem Essen gings wieder mit der Bahn über Herrenberg zurück nach Plochingen.

Hier noch ein paar Eindrücke von diesem Tag:
(Anmerkung: Durch anklicken eines Bildes erhält man eine vergrößerte Darstellung)

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Jubilarkaffee 2016

Wie schon seit vielen Jahren feierte die Ortsgruppe ihren Jubilarkaffeenachmittag im großen Saal des Waldhornbrauhauses. Karl Wörner begrüßte die Gäste, darunter auch Bürgermeister Frank Buß. Leider war der Besuch dieses Mal nicht so zahlreich wie im letzten Jahr. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfuhren, lag dies hauptsächlich daran, dass aufgrund des trockenen Wetters viele potenzielle Gäste ihre Äpfel auflesen mussten.

Die Ehrung der Jubilare und Jubilarinnen nahm der Ehrenvorsitzende des Esslinger Gaus, Ulrich Hempel, vor. 14 Mitglieder zwischen 25 und 90 Jahren Zugehörigkeit zum Schwäbischen Albverein konnten in diesem Jahr geehrt werden. In erster Linie hervorzuheben sind hierbei Elfriede Zimmermann für 90 Jahre und Martha Schlotterbeck für 85 Jahre Mitgliedschaft. Für 60 Jahre Zugehörigkeit zum Schwäbischen Albverein kamen zur Ehrung Christa Schempp, Dieter Kübler und Siegfried Reitknecht, für 50 Jahre Anita Genzel, Helga Spitzbart, Wolfgang Bihl – viele Jahre unser treuer Wärter des Jubiläumsturms auf dem Stumpenhof -, Werner Ganter und Georg Volles, für 40 Jahre Regina Stimm und Ronald Strölin sowie für 25 Jahre das Ehepaar Bärbel und Helmut Ossadnik.

Nach dem Verzehr des Angebots auf dem Küchenbüfett lockerte Siegfried Weber mit einigen humorigen schwäbischen Gedichten die Kaffeerunde auf. Musikalisch umrahmt wurde die gesamte Veranstaltung in bewährter Weise von den beiden Singgruppen aus Plochingen und Baltmannsweiler unter der Leitung von Sieglinde Waldinger und Erich Heybach. Mit einem gemeinsamen Liedersingen aller Anwesenden unter der Führung der beiden Singgruppen klang der Nachmittag harmonisch aus.

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Tageswanderung Oberschwaben am 09.10.2016

Einen schönen Tag erlebten die Mitglieder und Freunde des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Plochingen in Oberschwaben am 9. Oktober 2016.

Am Sonntag den 9. Oktober, pünktlich um 8 Uhr trafen sich die fünfzehn Wanderer bzw. Wanderinnen am Plochinger Bahnhof, um mit dem IRE nach Biberach und von dort weiter mit einem Bus nach Aulendorf zu fahren. Diese kleine Unannehmlichkeit musste in Kauf genommen werden, da das Schienennetz zwischen Biberach und Aulendorf wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt war.
In Aulendorf angekommen, begrüßte der Wanderführer die fünfzehnköpfige Gruppe noch einmal kurz, um dann einige markante Punkte in der Stadt anzusteuern. Zuerst führte der Weg an der im unteren Stadtteil gelegenen Herrenmühle Vogel (erbaut 1606) vorbei, deren unterschlächtiges Mühlrad heute nur noch als Schaurad dient.
Dann ging es einem steilen Weg folgend zum oberen Teil der Stadt mit ihrer imposanten Schlossanlage. Aulendorfs erste urkundlich nachweisbaren Grundherren waren die Welfen, deren Ministerialien den Ort bis 1191 verwalteten. Danach gehörte der Ort den Staufern. In ihre Zeit reicht der romanische Kern des Ostteils der Burg zurück. Nach der Enthauptung Konradins 1268 in Neapel starb das stolze Staufergeschlecht aus. Der gewaltige Besitz fiel danach an das Reich. 1629 wurde die Burg in der Barockzeit zu einer eindrucksvollen Residenz ausgebaut. Nach vielen Zwischenstationen gehört heute diese Anlage dem Land Baden-Württemberg.
Nach dieser kurzen Exkursion in die Geschichte ging es durch die Parkanlage dem ersten Ziel entgegen. Angekommen an der Kapelle Hohkreuz, erbaut 1857 aus Beiträgen der Grafschaft Königsegg und der Pfarrgemeinde Aulendorf, die am Rand einer kleineren bewaldeten Hochebene steht, wurde ein erster Halt eingelegt. Trotz zusehender Wetterbesserung war es den Wanderern nicht gegönnt, die viel gepriesene Aussicht auf die Allgäuer Berge zu genießen. Der Ausblick in das Schussental, das gut zu sehen war, entschädigte wenigstens ein kleines bisschen.
Danach ging es auf einem schönen Waldweg weiter, der schon bald in einen Pfad überging, unserem zweiten Etappenziel, nämlich Otterswang, entgegen. In der dortigen Ortskirche „zum heiligen Oswald“, erbaut 1770, wurde der jährlich von 8 Frauen des Ortes angefertigte riesige Erntedankteppich bewundert. Es handelt sich um ein Bildnis der Mondsichelmadonna, einem Motiv aus dem Jahr 1410.

Erntedankteppich

Es entstammt dem Antependium „Mondsichelmadonna und Heiligen“ und war einst in einer Kirche in Straßburg ausgestellt. Ein Meisterwerk bestehend aus Früchten wie Äpfeln sowie Körnern, Samen, Nüssen und vielem mehr. Jedes Jahr wenden diese fleißigen Frauen etwa 500 Stunden auf, um diesen wunderschönen Teppich zum Erntedankfest anzufertigen. Dass er zu einem der schönsten im Land gehört, zeigt sich auch schon alleine daran, dass auch das bayerische Fernsehen immer wieder zu Fernsehaufnahmen vor Ort ist.
Nach der Besichtigung dieses Früchte- und Samenteppichs führte der Weg die Wanderer auf dem Donau-/ Bodensee-Radweg zuerst über Felder und dann dem Wald entlang nach Bad Schussenried.
Am Kurpark vorbei ging es Richtung Stadtmitte zum Marktplatz und von dort aus unmittelbar zum Kloster. Schussenried wurde 1153 als „Shonzenried“ urkundlich erwähnt. Es gibt aber Hinweise auf eine noch frühere Besiedlung. Im Jahre 1183 wurde das Prämonstratenserkloster durch die Ortsherren Konrad und Besinger gegründet. Die Abtei erhielt viele Privilegien, so u.a. die hohe Gerichtsbarkeit (Blutbann!). Im 30-jährigen Krieg kam es 1647 zu schweren Gebäudeschäden durch schwedische Truppen. Bis zur Säkularisation 1803 lenkten die Chorherren die Geschicke der Klostergemeinde. Besonders sehenswert war auch die zum Kloster gehörende „St. Magnuskirche“ mit ihrem wunderschönen Chorgestühl.
Da die Zeit drängte, wurde noch ein Gruppenfoto vor dem Wahrzeichen der Stadt, dem „Törle“, gemacht, das den Haupteingang zum Kloster bildet.

Törle

Letztes Ziel war dann die über den Ort hinaus bekannte Brauerei mit ihrer Gaststätte, in der sich die Teilnehmer bei einem guten Glas Bier oder auch alkoholfreien Getränken sowie diversen bodenständigen Speisen stärken konnten.
Da das Wetter doch wesentlich besser war als die Vorhersagen, waren alle Teilnehmer zufrieden, zumal am späteren Nachmittag sogar die Sonne noch einige wärmende Sonnenstrahlen herabschickte.
Der kurze Fußweg zum Bahnhof wurde im Eiltempo zurückgelegt, um den dort abfahrenden Bus nach Biberach zu erreichen. Von Biberach aus ging es mit dem IRE nach einem kurzen Aufenthalt in Ulm/D zurück nach Plochingen, wo sich die Teilnehmer nach einem schönen Tag voneinander verabschiedeten.