Gaunaturschutzwarttreffen in Plochingen 23.05.2026

Am Samstag 23.Mai 2026 fand in Plochingen das jährliche Gaunaturschutzwarttreffen statt.

In diesem Rahmen legte unser Gaunaturschutzwart Jürgen Gruß nach langen Jahren sein Amt als Gaunaturschutzwart nieder.

Die OG Plochingen bedankte sich bei Jürgen mit einem Tröpfchen aus der Weinkiste für die tolle und sehr konstruktive Zusammenarbeit.
Rainer Hauenschild freut sich sehr darüber, dass Jürgen Gruß uns erhalten bleibt als Gaufachwart für Kultur – Heimat und Brauchtum und Naturschutzwart der OG Kemnat.

Auf den Fotos zu sehen: Die Organisatoren: Jürgen Gruß (Ortsgruppe Kemnat) und Rainer Hauenschild ( Ortsgruppe Plochingen ) sowie Peter Baum (Naturschutzwart Ortsgruppe Esslingen ), Siegfried Ruttkowski (Ortsgruppe Wernau) und Eckardt Burkert (Ortsgruppe Baltmannsweiler ).

Text und Fotos: Rainer Hauenschild

14. Mai 2026 – Tag des Wanderns – Deutscher Wanderverband – Beitrag des Esslinger Gaus im Schwäbischen Albvereins e.V. – „Grüß Gott im Remstal“

14. Mai 2026 – Tag des Wanderns – Deutscher Wanderverband – Beitrag des Esslinger Gaus imSchwäbischen Albvereins e.V. – „Grüß Gott im Remstal“

Am Tag des Wanderns boten wir dieses Jahr eine etwa vierstündige Wanderung vom Stumpenhof (nahe Plochingen) über Aichschieß, Krummhardt und Aichelberg zum Aussichtspunkt Karlstein bei Endersbach an. Im 16. Jahrhundert entstand zwischen Endersbach und Strümpfelbach ein jahrzehntelanger Streit über die nach wie vor gemeinsamen Wälder, nachdem zuvor die gemeinsame Markung aufgeteilt
wurde.

1793 wurde dieser Streit durch Herzog Carl Eugen von Württemberg geschlichtet.
Der Karlstein (Foto) bietet eine hervorragende Aussicht auf das Remstal und Stuttgart. Nach dem Abstieg erreichten die Wanderer unter Leitung von Rainer Hauenschild Beutelsbach, einen Teilort von Weinstadt, der bekannt für seine Stiftskirche und Weinberge ist. Etwa 16 Kilometer; die Motivation bei den Mitwanderern war geladen. Wir mussten nicht warten.

Die anderer Gruppe vollzog einen etwa 4,5 Kilometer geführten Ortsrundgang durch Beutelsbach, wo sich der „Arme Konrad“ vor über 500 Jahren als eine Gruppe von Verschwörern gegen die Obrigkeit und ihre Willkür organisierte. Daneben gab es unter den Wanderfreund:inn:en eine hohe Zahl von Sympathisanten, die sich für die Ursprünge der Württemberger interessierten.

Beutelsbach ist das Schienennetz angeschlossen. Das Ortsbild wird geprägt von der Stiftskirche, mit ihrem 30 Meter hohen Turm, dem Stiftshof, Fachwerkhäusern sowie
dem Bürgerpark. Das rund 10 ha große Gelände befindet sich am Schweizerbach
zwischen Beutelsbach und Endersbach. Der Park ist ein Mosaik aus privaten und
öffentlichen Flächen. In der Mitte befindet sich ein Parkforum, bis zu dem wir auf dem ersten Abschnitt der Ortsbegehung vordrangen. Er besteht aus Rasen- und Wiesenflächen, Gärten, Sport- und Spielbereichen.

Zurück im Ort stiegen wir durch eine Häuser- und Gartenvielfalt bis zur Straße
„Weinsteige“ auf. Kurz vor der 1968 entdeckten Ruine der Burg Beutelsbach waren manche außer Atem. Sie wären SO GERNE mit Jürgen Gruß bis zur Ruine gegangen, haben dafür den Ausblick über Beutelsbach genossen und festgestellt, welche wunderbare Gegend das ist! Viel wandern macht bewandert. Die Burg Beutelsbach schützte die Kaiserstraße, eine wichtige Verbindung des Mittelalters, die über den Schurwald vom Fils- ins Remstal führte.

Um 12 Uhr trafen sich die beiden Gruppen mit insgesamt 31 Teilnehmer:inne:n vor bzw. in einer Beutelsbacher Traditionsgaststätte. Dankbar für die Möglichkeit, innezuhalten und ein köstliche Mittagessen zu genießen.

Danach riefen die Glocken der Stiftskirche dazu auf sich ihre besonderen Kostbarkeiten anzusehen. In ihren Mauern sind stellenweise Steine einer älteren Vorgängerkirche verarbeitet, die aus romanischer Zeit (vor 1100) stammt.

Im Jahr 1522, wurde das jetzige Kirchgebäude eingeweiht. Die spätgotische Kirche mit ihrem einschiffigen Langhaus war damit dem aufstrebenden Haus Württemberg unter Herzog Ulrich I. angemessen.

Zwar hatte Graf Eberhard von Wirtenberg – wie sich das Adelshaus damals schrieb –
die Grablege des Hauses schon um 1320 von Beutelsbach nach Stuttgart verlegt.
Doch bis heute gilt die besuchte Stiftskirche als „das Gotteshaus an der Wiege Württembergs“. Passend dazu griff der anwesende örtliche Organist am Ende der Erläuterungen in die Tasten. Ein „pfiffiger“ Mitwanderer hatte seine Trompete aus dem Rucksack geholt.

Das fünf Minuten entfernt liegende ehemalige Alte Rathaus (von 1534), heute „Württemberg-Haus“, beherbergt zwei bedeutende Museen zur lokalen Geschichte: Das „Museum Wiege Württembergs“ und das „Museum Bauernkrieg“ bzw. „Armer Konrad“. Die Besucher erwartete eine Zeitreise zur Entstehung Württembergs sowie Einblicke in die Bauernaufstände von 1514 und 1525: Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte der Herren von Beutelsbach, die um 1080 auf den Württemberg, oberhalb Stuttgart-Untertürkheim zogen und dokumentiert in Vitrinen, auf Objektpodesten und auf illustrierten Tafeln den Bauernkrieg. Vom Beginn des Aufstandes, über die Landtage, die ständische Versammlung der politischen Elite eines Territoriums, bestehend aus Adel, Klerus und Vertretern der Städte in Stuttgart und Tübingen, den Marsch auf Schorndorf bis zu den Auswirkungen heutzutage.

Zum Abschluss übergab Jürgen wieder Führung und das Wort an Rainer.
Wirbesuchten die letzte Ruhestätte von Gotthilf Fischer auf dem Friedhof Beutelsbach.
Das Grab ist öffentlich zugänglich. Gotthilf Fischer, ein deutscher Chorleiter, der durch die von ihm gegründeten Fischer-Chöre bekannt wurde, starb am 11. Dezember 2020 im Alter von 92 Jahren in Weinstadt. Seine letzte Ruhestätte fand er im Grab neben seiner Frau Hildegard. Er war wie der Schwäbische Albverein und Rainer ein „echter“ Plochinger.

Text und Fotos Jürgen Gruß

Aussichtsturm wieder geöffnet

Aussichtsturm wieder geöffnet

Es ist wieder soweit. Unser Jubiläumsturm ist wieder von Mai bis Oktober 2026 an Sonn- und Feiertagen (ohne Bewirtung) geöffnet. Unter der Woche kann man den Turmschlüssel wie gewohnt gegen ein Pfand beim Cafe Morlock ausleihen.

Nun wünschen wir allen Turmbesucher einen angenehmen Aufenthalt auf unserem Turm und Gelände des Schwäbischer Albverein und natürlich eine wunderbare und schöne Aussicht in das Neckar- und Filstal sowie auf die Schwäbische Alb und auf die Filderebene.

Für folgende Termine werden noch freiwillige gesucht die den Turm öffnen.  Sonntag 28.Juni 2026 und Sonntag 11.Oktober 2026. Die Aufgabe wäre: Turm bis 9 Uhr zu öffnen, Fahne hissen und um 18 Uhr wieder den Turm schließen. Für weitere Fragen steht Rainer Hauenschild zur Verfügung unter 0174 8407356 oder per Email unter rainer-hauenschild[at]t-online.de

Wir, der Vorstand bedanken uns recht herzlich bei allen Turmöffner (Fahnendienst) die dafür sorgen dass der Turm geöffnet  und die Fahne gehisst wird.

Treffen mit der OG Lonsee 01.05.2026

Wir, die Ortsgruppe Plochingen hat am 01.Mai 2026 die Ortsgruppe Lonsee getroffen.

Gemeinsam wanderten wir entspannt und gemütlich von Westerstetten entlang der Lone nach Lonsee wo wir die dortige Marienkiche besichtigten. Die Führung durch die Kirche erfolgte von Herrn Dr. Borchert der uns sehr viel zur Marienkirche erzählen konnte. Als Highlight erfolgte der Aufstieg auf den Glockenturm.
Im Anschluss besuchten wir dann noch den Maimarkt in Lonsee. Die Rückfahrt erfolgte dann ohne Probleme mit dem MEX 16 durch das wunderschöne Filstal.

Wir danken Adelheid Allgöwer von der OG Lonsee für diesen tollen gemeinsamen Tag und freuen uns schon auf unser nächstes Treffen in Lonsee oder auch bei uns in Plochingen.

Bilder & Text: Rainer Hauenschild

Stade Saint-Aubinaise zu Besuch in Plochingen

Im Rahmen des Besuchs der Damen Fussballmannschaft Stade Saint-Aubinaise aus Saint Aubin du Cormier unterstützten wir als Schwäbischer Albverein die freundschaftliche Beziehung.
Am Samstag 18. April 2026 gab es zunächst eine kleine Tour rund um den Stumpenhof mit einer Führung auf unserem Jubiläumsturm.
Die kleine Tour führte vom Albblick über Bühleiche, Kornbergweg, Europaplatz und Landratsamt zum Jubiläumsturm. Hier gab es Informationen über den Schwäbischen Albverein, den Jubiläumsturm und einen tollen Rundblick ins Neckar- und Filstal, sowie auf die Schwäbische Alb und Filderebene.

Bericht und Bilder: Rainer Hauenschild

Kulturausfahrt nach Wangen/Allgäu

Wangen im Allgäu – für acht Teilnehmer*innen* der Lieblingsplatz des Ersten April. Etwas Mittelalter, ein bisschen Gotik, viel bemaltes Barock, wie am Gasthaus Walfisch, das die Jonasgeschichte zeigt und vor allem die vielen Brunnen, zur Hälfte österlich geschmückt. „Wir waren Wangen“. Unser Stadtführer Jürgen Gruß überraschte uns mit Patrizier-. Handels- und Handwerkerhäusern, der an vielen Stellen noch vorhandenen Stadtmauer, weitläufigen Plätzen und Kulinarischem, das die ehemals Freie und Reichsstadt bietet. Im Besonderen gefielen uns Wanderzeichenfüchsen die vielen Ausleger: An den Fassaden sahen wir verschiedene, reich verzierte “Nasenschilder”, die dem Besucher etwas über die ursprüngliche Verwendung des Hauses oder ihre Bewohner verraten. Oft von Schmieden mit erheblichem kunsthandwerklichem Aufwand wie Blätterkränzen aus Eisen hergestellt.

Um 07.56 Uhr fuhr der Regionalexpress nach Ravensburg. Von dort aus ging es mit einem Schnellbus ins Allgäuer Hügelland. Und pünktlich um 19.04 Uhr waren wir wieder in Plochingen.

Die 1589 errichtete Badstube ist wohl die älteste, erhaltene in Deutschland. Der Gebirgsfluss Argen durchfließt Wangen – und schafft wahre Oasen. Begleitet von der Stadtgeschichte und Anekdoten blendeten wir Stress und Alltag aus. Das Wetter wandelte sich im Laufe des Tages von einem schneeüberzogenen Morgenmantel in eine Frühlingsjacke. Den reinrassigen “sechs verdruckten Allgäuern”, machten wir kurz vor Verlassen der Stadt unsere Aufwartung, die hier zu sehen sind. Ganz unten liegt ein Geistlicher, darüber sind Figuren wie der Leisetreter oder der Kartenspieler.

Hier gewesen, sprachen wir uns dazu aus „In Wangen bleibt man hangen…“ Neben dem Mittagessen in einem Traditionslokal am Eselsberg ergab sich auch die Lust auf eine knusprige Seele, die in dieser Stadt „erfunden“ wurde oder ein Laugenhörnle. Unter einer Seele versteht man ein schmales, circa ellenlanges Gebäck, das mit Salz und Kümmel gewürzt ist.

Bericht: Jürgen Gruß
Bild: Brigitte Huber

Frühlingswanderung von Uhingen zum Kloster Adelberg

Elf Wanderer der Ortsgruppe trafen sich am Sonntagvormitttag, den 22. März 2026 mit Helga und Reinhard Pflüger zur kurzen Fahrt mit der Bahn nach Uhingen.

Bei schönem Wetter machten wir uns auf den Weg nach Nassachmühle. In den Vorgärten blühten die Frühlingsblumen und im Wald Schlüsselblumen und Buschwindröschen.

Vom Nassachtal sind wir in den idyllischen Köngentobel abgebogen und haben nach gleichmäßigem Anstieg auf guten Wegen die Höhen des Schurwaldes erreicht. Der weitere Weg hat uns über den Staudamm vom Herrenbach-Stausee geführt, der gerade leider wenig Wasser hat. Nach 12 km war unser Ziel, das Kloster Adelberg erreicht. Das ehemalige Kloster ist eine Gruppe von historischen Gebäuden, umgeben von einer Mauer auf der Höhe gelegen. Eindrucksvoll war die schöne Aussicht auf die Schwäbische Alb mit den markanten Zeugenbergen. In der Pizzeria Klosterhof sind wir zum Mittagessen eingekehrt und dann mit dem Bus bis Göppingen, weiter mit der Bahn zurück nach Plochingen gefahren.

Bericht und Bilder: Reinhard Pflüger

Nachlese Ausflug nach Weil der Stadt am 15.02.2026

Pünktlich um 11.31 Uhr trafen sich 5 erwartungsfrohe Menschen im bunten Habitus am Bahnhof in Plochingen. Wir fuhren alsbald humorvoll, entspannt und auch gespannt zum Umzug in die Narrenhochburg Weil der Stadt.
Um 13 Uhr angekommen, verließen wir den Bahnhof, schon staunend ob dem Riesengedränge der ankommenden Schaulustigen.

Auf kurzem Wege kamen wir schon zur Umzugsmeile und konnten uns glücklicherweise im Cafe Raisch bis 14.15 Uhr aufwärmen und uns mit Getränk und Berlinern die Wartezeit vertreiben. Die Stimmung war schon da, aber als mit Fanfarenklängen und Paukenschlägen die ersten Wagen und Masken auftauchten, brach schon ein Begeisterungssturm los und wir tauchten ein in eine unbeschreiblich farbenfrohe Szenerie der Masken, Hexen, Bären, Teufel, farbenprächtige Clowns und vieler fantasievollen Wagen! Große Freude bei allen Beteiligten! Ein Tollhaus war die ganze Stadt!

Im Anschluss wurde uns noch ein Highlight beschert. Wir ergatterten, es war pures Glück,Plätze im Premiumnarrengasthaus der Stadt, neben dem Narrenmuseum! Der Seniorbürgermeister fungierte als Chefkoch und die Kalbskutteln im Trollingersössle schmeckten hervorragend. Wir konnten es ihm persönlich mitteilen und er schwärmte stolz von seinen Mitarbeitern, die alle begeisterte Ehrenamtliche seien. Der Landrat erschien im Gefolge der Ortsprominenz, sie passierten unseren Tisch und ließen sich fröhlich nieder. Wir staunten und lachten über manche Mär, nein wir glaubten alles, es war nämlich wahr!

Glücklich und wunderbar gesättigt kamen wir auf dem Rückweg, es war schon Nacht, am Marktplatz und dem Narrenbrunnen vorbei. Eine eher melancholische, friedvolle, besondere Stimmung nahmen wir auf und am Bahnhof angekommen, wartete schon der Zug, der uns glücklich und voller schöner Erinnerungen um 20.15 Uhr nach Plochingen brachte.

Ein erfüllter Tag in froher Gemeinschaft ging für uns zu Ende.
B. Franziska Grimm

Rundwanderweg und Natur verbindet

Waldtümpel Gaierleshauweg, Foto: Rainer Hauenschild

Auf dem Rundwanderweg 02 des Schwäbisches Albvereins, Ortgruppe Plochingen, gibt es doch einiges zu sehen was das Thema  Artenvielfalt angeht.
Wie z.B. die Waldtümpel auf dem Gaierleshauweg im Evangelischen Kirchenwald Esslingen und auf dem Arbeitsdienstweg im Gemeindewald Plochingen „Bühlhau“. Waldtümpel sind Kleingewässer und ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Arten. Fortpflanzungsstätten für Amphibien (Frösche,Molche). Ein ebenso ein wichtiger Lebensraum für Libellenlarven, Wasserwanzen, Käfer und Kleinkrebse. Ein Waldtümpel ist zudem eine wichtige Wasserquelle für Vögel, Fledermäuse und Reptilien.

Der Rundwanderweg hat eine Länge von rund 7 km und ist absolut familienfreundlich und mit Kinderwagen zu bewerkstelligen. Auf der Route gibt es zudem auch zahlreiche Ruhebänke um die Seele baumeln zu lassen.

Routenverlauf des Rundwanderweg 02: Teckplatz-Wanderweg blaues Kreuz-Oberer Balkeshauweg-Gaierleshauweg-Querung der Landstraße 1201-Arbeitsdienstweg-Wasserbehälter-Steinhardtsweg-Bühleiche-Teckplatz.

Rainer Hauenschild, Vorstand und Wanderwart