Albschäfer‑Zeitspur – Eselburger Talgang zu den steinernen Jungfrauen

Am 3.10. um 8 Uhr treffen sich am Bahnhof Plochingen gutgelaunt acht Wanderer, die Lust haben, nach Herbrechtingen zu fahren – zum Thema „Albschäfer‑Zeitspur: Eselburger Talgang“ zu den steinernen Jungfrauen.

Wir können pünktlich in den Zug nach Ulm einsteigen und gleich danach in den Zug nach Herbrechtingen umsteigen, sodass wir dann um 10 Uhr schon an der Brenz entlang unterwegs sein können. Dieser Fluss wird uns unentwegt begleiten.

Wir überqueren die Brücke, die uns ins Naturschutzgebiet und in das Kleinod „Eselburger Tal“ führen soll. Jetzt passieren wir erst das 774 gegründete Kloster Herbrechtingen mit beeindruckender Architektur, welches eine sehr wechselvolle Geschichte hatte und heute als Kulturzentrum und Ausbildungsstätte dient. Dieser besondere Gebäudekomplex ist eine Sehenswürdigkeit an der Straße der Staufer.

Alsbald beginnt die Eselburger Straße und wir kommen „in eine andere Welt“. Wir staunen und bewundern bizarre Felsformationen; hier soll auch die Heimat vieler seltener Vogelarten und Pflanzen sein – Naturwunder in einer kargen Wacholder‑Heidelandschaft. Gegenüber der Brenz sehen wir im Kontrast einen bewaldeten Höhenzug.

Wir nähern uns den steinernen Jungfrauen – einer bemerkenswerten Felsformation, die über einen kleinen Fischweiher emporragt. Wir hören eine Legende zu ihrer Entstehung; seit Tausenden von Jahren stehen sie hier und ziehen Menschen in ihren Bann.

Bald entdecken wir an einer Brücke das Biberhaus, einen Lernort zum Thema: Wie leben und „hausen“ diese Tiere?

Zur Mittagszeit und am Ende des Tals angelangt, kehren wir in der Talschenke ein. (Der Hofladen mit Restauration hat leider feiertags geschlossen.) Hier finden wir einen sehr originellen und berühmten Biergarten. Kinder können sich auf einem kleinen Spielplatz austoben.

Drinnen genießen wir herzliche Gastfreundschaft – echt schwäbisch. Hochzufrieden und gut gestärkt zieht es uns aber wieder hinaus.

Das nächste Ziel ist die Domäne Burgruine Falkenstein – dieses Highlight thront hoch über der Brenz! Dorthin unterwegs macht die Brenz eine Kurve, und ein 1,5 km langer Spaziergang im Tal führt uns zum Aufstieg, der allein unsere Höhenmeter bestimmen wird.

Oben auf der Burg eröffnet sich uns ein wirklich fantastischer Ausblick: Ein Panorama der Geschichte inmitten der Natur! Wir sehen sehr schön renovierte Gebäude, erleben atemberaubende Ausblicke und eine in wunderschöne Farben getauchte Landschaft. Die Historie soll bis 1330 zurückreichen.

Ein genialer Rastplatz am Aussichtsfelsen dient uns für eine Trinkpause, und wir hören eine Sage, die erzählt von einem Falken, der dem Besitzer der Burg – einem Ritter – das Leben gerettet haben soll. Somit bekam die Burg damals schon den ehrenwerten Namen „Falkenstein“.

Nun treffen wir auf den Albschäferweg. Auf zehn Etappen führt dieser durch die schönsten Landschaftsteile rund um Heidenheim.

Auf herrlichem Pfad wandern wir nun mal im Wald, mal am Waldrand entlang bergab nach Anhausen. Am ehemaligen Kloster verlassen wir diesen Albschäferweg wieder.

An einer Kneippanlage verlässt uns die Brenz ihrerseits auf dem Weg nach Heidenheim. Wir sind nun auf dem Weg zum Bahnhof.

Das Glück lässt uns nicht im Stich – der Zug führt uns alsbald pünktlich wieder zurück nach Plochingen!

Wir als Wandergruppe sind dankbar, haben einen wunderschönen, unvergesslichen Tag erlebt in schöner Gemeinschaft, folgten auf malerischen Wanderwegen Spuren der Vergangenheit, nahmen faszinierende Wunder der Natur wahr und erlebten sinnliche Genüsse. Wir freuen uns schon auf das nächste Wanderevent!

Text und Bilder B. Franziska Grimm